triem,
der
;
–/-en
;
zu
mhd.
trieme
›die gedrehten Endfäden des Aufzuges, welche undurchschossen oder ohne Eintrag bleiben‹
().
›die losen Fäden im Gewebe am Anfang und Ende eines Webstuhls, die ohne Einschlag bleiben‹.
Wortbildungen:
triemel
›gedreht‹ (vom Endstück eines Garns gesagt),
triemer
wohl: ›Schustergarn‹,
triemwolle
›Wolle aus den Fäden eines
triems
‹ (a. 1508).

Belegblock:

Lau, Qu. Neuß (
rib.
,
1570
):
Des soll wes von dremelen garn und wollen hier binnen Neuss zum feilen kauf bracht wird.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
1533
):
sollen die schuester [...] schuech fail haben und die mit zwaien tremmern heften und nit mit der nadel neen.
Schweiz. Id. f. (a. 
1435
);
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 494
.