treudelmarkt,
auch
trödelmarkt,
der
;
–/-e
.
›Handel, Verkaufstätigkeit von Kleinwaren, Kleidern, Hausrat u. Ä.‹ (teils abwertend gebraucht); als Metonymien: ›Markt als Ort und Einrichtung für die Verkaufstätigkeit‹; ›Kleinwaren, Kram als Verkaufsgegenstand‹; auch ütr., dann ›altes Geschwätz, dümmliches Zeug‹;

Belegblock:

Luther, WA (
1520
/
1
):
ein mensch wol do heym frum werden, durfft nit gen Rom lauffen odder schickenn: damit wurde der Romisch treudel marckt, da man schlussell, brieff, siegel, sund, gnad, got, hell, alle ding keufft und tausschet, gantz unnd gar vorgehen.
thar yhrem gott widerpellen und yhn lugen straffen, hengt umb sich yhren allten trewdellmarckt.
eine Messe umb sechs pfennige verkeuffen, [...], Und summa, einen treudel marckt und hantierunge aus der Messen machen.
Volkmar (
Danzig
1596
):
Forum Scrutarium, ein Guͤmpelmarckt / Tredelmarckt.
Helbig, Qu. Wirtsch.
2, 81, 3
(
md.
,
1591
):
Die troiedel- undt kleidermarckte sollen [...] offentlichen gehalten werden.
Mylius (
Görlitz
1577
):
Forum promercale Scrutarium Tredelmarckt / Altemarckt.