suppenwust,
der
;
auch:
suppenwüst
.
›Kram, Gerümpel, ungeordnete Menge nutzloser Gegenstände‹; meist ütr. auf Personen (darunter auf
apotheker, bader
1,
scherer
, insgesamt eher auf Frauen als auf Männer), je nach Bezug demnach z. B.: ›Quacksalber; Suppenkasper, lächerlicher Kerl‹; ›sich widerlich verhaltende Frau‹.
Obd.
Bedeutungsverwandte:
vgl. (
der
) 1, 6, 4.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1541
):
Mein fraw ist mein zier und wol-lust, | Ist offt mein graw und suppen-wust.
Ebd. (
1563
):
Sie ist ein rechter suppenwust, | Sie reispert, gröltzet, feist und hust.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Sie [Weib] murffelt, als wie ein eichhorn, | Gehört mit keim aug, gsicht mit kein ohrn | Vnd ist der heßlichst suppenwust.
Sudhoff, Paracelsus (
1530
):
wo bleiben izt euer apoteker und euer suppenwüst?
wiewol ich mich versich, das die apoteker, scherer und bader werden von irem suppenwust nicht weichen.
Bächtold, N. Manuel. Barb.
160, 740
(
Zürich
1526
):
Als du, rotziger suppenwuͦst! | Schem dich, dass du wider din bichtvater tuͦst!
Ebd.
188, 1536
:
Alles, das du redst und tuͦst, | Merk ich wol, du suppenwuͦst, | Dass du dich bruchst mit dinen sinnen, | Wie [...].