superintendent,
der
;
teils lat. Form und Flexion; auch Spielbildungen, z. B. in
superattendens
;
aus
lat.
superintendēns
(zu
superintendere
;
Georges
2, 2942
);
vgl. die umfängliche Bearbeitung im –1205.
›Oberaufseher, vorgesetzter Beamter in der sozialen, vor allem in der kirchlichen Hierarchie‹.
Bedeutungsverwandte:
2; vgl. 1.
Wortbildungen:
superintendentenampt
.

Belegblock:

Luther, WA (
1528
):
Wo nicht, so wil ichs mit jm freundlich reden oder den nehesten Pfarherr oder Superattendenten lassen handlen.
Ebd. (
1531
):
Ehr hats geprediget zu Capernaum in seiner kirchen, do ehr der Oberste Superintendens gewesen ist auff seinem predigstuel.
Franz u. a., Qu. hess. Ref.
2, 269, 10
(
hess.
,
1537
):
das er [...] unsern superintendenten mit ernst handhaben bei unserer ordnung [...] und dem Nassauischen kelner darin nichts bevorlesset.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
79, 37
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Dem vihe wider das umbfallen und sterben, von superintendenten zu Kalba communiciret. Nim lorbeern, marterkraut, lungenkraut, scharlachkraut.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
die fürstenbergischen amptleut [...] schreiben eilends graf Christoffen [...], als irem superintendenti, [...].
Also liess der herr Ansovinus, war dozumal der universitet superattendens, den studiosen usser allen nationen ansagen, [...], das [...].
Memminger Chron. Beschr. (
Ulm
1660
):
Johannes Lang / Pfarrherr zu S. Martin / vnd Superintendens / welcher [...] das SuperintendentenAmpt aber noch loͤblich versihet.
Goertz, Liturgie.
1977, 343
.