sudler,
der
.›j., der etw. unrein, schmutzig macht‹ (im eigentlichen Sinne); in verschiedene Richtungen ütr.: ›als verächtlich betrachteter fahrender Händler, Marketender‹; ›Pfuscher, unsauber, nachlässig Arbeitender‹, darunter z. B.: ›unsauberer Koch‹; ›Hausgehilfe, für verachtete Arbeiten Zuständiger‹; ›Landstreicher, verkommener Herumtreiber‹;
Belegblock:
Solcher heiloser leute hat der Teuffel itzt sonderlich viel unter den rotten, da kein suddeler nicht ist, so er eine predig horet, oder ein deudsch capittel lesen kan, so macht er sich selbs zum Doctor und kroͤnet seinen Esel
(Bezug auf H. Emser). Aber wenn faulwitz drinnen erfunden wird, so hat sie der melthaw oder [...] der faulregen verderbet, und werden eitel Suddeler, Huͤmpeler, Soͤker draus, die viel verseumen und niemand nichts zu liebe oder danck machen noch thun koͤnnen.
Als jn [Fansciscum] die Kinder auff der Gassen sahen das er gieng wie ein Halluck vnd wie ein Suddeler / meineten sie er were toll.
da sie auch ein weite hall mit borden uffgesclagen und an der sudeler da hutten, paulunen und kram vor wein, beir und ander dingen zu verkaufen, uffgesatzst.
Haunolt, Gotz und Fritz Ginoffel, | Herr Sudler und herr Ginloffel, | Nu sitzt all nider und betracht, | Warzu das kunter werd geacht.
Bey keinem rechtgeschaffnen meister moͤgen sie bleyben / ziehen also von einem fretter unnd sudler zuͤ dem anderen.
Bußler / Bochselierer / Sudler / der im hauß muͦß thun / das sunst nieman zethun ansehe.
Sudler / Schlaͤchter maler der nichts dañ sudelwerck malet / als die bauren stuben / narrenheüßle vnnd dergleychen. Rhyparographus. ¶ Sudler / Haußknaͤcht / so man zuͦ den aller verachtesten wercken braucht. Mediastinus. [...]. Sudlerle. Sordidulus.
Sudler / der ein ding unreiniglich und saͤwisch macht [...]. Sudler / ein Koch im Krieg [...] Cupedinarius.