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suche,
die
,
-Ø/–
, auch
der
(dies schwach flektiert);
md. (reduktionsstufige) Form von
mhd.
siuche
›Krankheit, Seuche‹
().
›Krankheit jedweder Art‹; der Skopus der
suche
umfasst jedes körperliche und psychische Leiden vereinzelt bis hin zu weit auseinander liegenden Gegebenheiten wie ›religiöses Vergehen‹; ›Gotteslästerung‹; auch: ›Periode der Frau‹.
Hohe Belegdichte für das Md.; innerhalb dieses für Texte der älteren und mittleren Phase des Frnhd.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): (
die
) 1; 3, (
der/das
) 2, ; vgl. 2, , 1; 2, 3.
Syntagmen:
eine frucht die s. stillen, j. die s. haben, von der amme saugen, den suchen von einer schlange haben, jm. den suchen vertreiben
;
die / eine s
. (Subj.)
jn. befallen (in leib / sele) / verlassen
;
eine frau irer s. zu viel / wenig haben
;
j. mit / von (einer) s. befangen / begriffen sein, jn. mit s. schlagen, die aussetzigen von der s. reinigen
;
die s. des todes, von kälte
;
die grosse s
.;
der stul der s
.;
von s. begriffen
.
Wortbildungen:
suchede
,
sucheln
›kränkeln, schwächeln, dahinsiechen‹,
suchtage
›Krankheit‹.

Belegblock:

Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
sehet wie ir vrucht suche stillet | und allez ungemach bevillet.
Follan, Ortolf. Arzneib.
21, 4
(
rib.
,
1398
):
wente dat kynt suget dy suke von der ammen vnde wert dar von kranc.
Ebd.
39, 14
:
Lyt auer eyn mensche eyne sucht, vnde daz de harn wyt vnde watervar is, daz bedudet eyne lange suche van kelde.
Ebd.
43, 25
:
Her wert itzwanne bliuar da vonne, daz eyn frauwe erer suche jtzwanne to wenig ader to vele hat, so sal [...].
Ebd.
48, 3
:
Van deme ampullen dez harnes. Ist, daz eyn ampulle ouene in deme glase erschynet, alz et da et in reghenet, / vnde daz se nicht drade vorgheyt, daz bedudet eyn lange suchtage.
Buch Weinsb. (
rib.
,
1581
):
A. 1581 den 25. nov. obiit licentiatus Franciscus [...], der lang gain sucheln.
Feudel, Evangelistar
12, 29
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
unde brachten ym alle dy vor dy suͤche hatten, von manchir hande suche unde myt pynen begriffen.
Ebd.
24, 13
:
swer denne der erste waz in den tych [...], der wart gesunt myt welcher suche der bevangen waz.
Strauch, Par. anime int.
9, 1
(
thür.
,
14. Jh.
):
da von so gewannes
[
-es
=
wazzir
]
so groze craft daz ez di lude gesunt machite von allirleige suchide.
Ebd.
39, 31
:
den einen mac man lockin mit wollust, den anderen muiz man slahin mit suche und mit ungemache.
Ebd.
118, 16
:
du inmochte keine suche gevallin noch in lip noch in sele.
Eggers, Psalter
1, 5
(
thür.
,
1378
):
Der ist eyn selik man der nicht vur in deme rate der vbeln [...] vn̄ in deme stule der suche nicht saz.
Ebd.
31, 16
:
Mich vmmegaben dy suche dez todes.
Schönbach, Adt. Pred. (
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
die vraidikeit [...] ist ein vŭtunge unreiner gelust. da von kumit unkŭscheit und slafrkeit und groz suche und vorcerunge des gutes.
v. Groote, Muskatblut (
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
din frucht verdreib | Adam den synen suchen | Den er hat lange von einer slange.
Feudel, a. a. O.
127, 23
;
Strauch, a. a. O.
118, 14
;
Thiele, Chron. Stolle .
Vgl. ferner s. v. 1.