stut,
die
;-Ø/–
.1.
›Herde (von Pferden)‹; in 1 Beleg: ›Schafherde‹.Syntagmen:
j. eine s. haben / kaufen / nemen
›rauben‹, jm. eine s. abdringen
; die s
. (Subj.) zergehen
›kleiner werden‹, zerstörung haben, sich meren
; die grosse / kleine / ganze s
.; kobeln / schafe in der / einer s
.Wortbildungen:
stuterei
stuterer
stuthof
stutman
Belegblock:
159½ m. vor eyne sthud cobiln in den karwan gekouft.
Stuthoff: primo 46 kobiln die czu rosse geen.
2 sweiken hat der studman.
27 folen von desem jare, der sind 15 der grosen stut und 12 der cleynen.
50 kobiln in der stut.
Die frawe [...] claget, das die crewtziger irem manne [...] abegedrungen haben die studt mit der heiden.
sie hatten ouch alle reverendarii, doctores, capellani, stuterer, unnd allis hofegesinde des bisschoffs unnd cardinals gehangen.
Ouch hot der selbe chaam eyne groze stut von wizen pferdin, dy do gevallin von den stut pferdin.
Stutt. equirium.
Dieweil die pferde bey eynander seind / meret sich die Stuͦdt / wo sie aber eynander beissen und schlagen / so muͦß die Stuͦdt zergehen.
Der wider ouch berhafft tuͦt | Die scheffelin In Ir stuͦt.
die tuͤtschen flissen sich | Wie sie vernychten selbst jr rich | Do mit die stuͦdt zerstoͤrung hab | Bissen die pferd jr schwaͤntz selb ab.
2.
›von stut
1 her (teils mit gen. explicativus) metaphorisierte Befindlichkeit, Artung‹.Belegblock:
durch daz mer der trene | Mit der hulfe Christes blut | Varen uz der sunden stut | Czu Gotes barmherczekeit.
Wonn sú
[bestimmte Speisen]
geberend fules bluͦt | Vnd schikent zuͦ des Ritten stuͦt. wer verraͤter hat fuͤr gut, | der si recht der selben stut, | daz er in glicher schand und buz | fuͤr den rechten richter muͦz.