stupf,
1.
›Punkt; punktförmige Markierung innerhalb von Kontinuen (z. B. von Zeitstufen auf der Uhr), auf Münzen (wohl als Unterscheidungszeichen), auf geometrischen Figuren‹; Syntagmen:
einen s. stossen
; die sonne x stupfen hinter sich tun
; der s. einer figur
; der angster mit x stüpflein
.Wortbildungen:
stupf
stupf und rupf
›urplötzlich‹), stupfs
Belegblock:
Abiseos, in bedenckung deß todtschlags, so er also bößlich volbracht, [...], was stupff vnd rupff jm sein Gewissen gabe.
Derselben figur stupffel komen auß dem naturlichen vnd clugen synne eins weysen mannes.
Ebd.
30, 29
: Wiltu ein frage thun, so soltu nemen ein creyden vnd stos maniger stupffell on zalle vier zeile, das die zeylen geschickt sein als die finger.
Das die sunen auch dette | zehen stupfen hinder sich.
Punckt. [...]. stupff.
Zuricher angster, die kúrnten und die mit den iiij stúppflin, die gantz sind, einen fúr einen angster.
Stuͤpfflein / Puͤnctlein wie ein Circkel.
wasend nur 2 tag hie, am 30. julii stupffs all wider hinweg.
Dasypodius /v.
2.
›Splitter, stechender Fremdkörper in der Haut‹; ütr.: ›Stachel (des Gewissens), Gewissensbisse‹; Belegblock:
nach derer brüch wir vns vͦben muͤgen in dem dryuachen weg der rainigung, erleuchtung vd volkomung. Die erst ist stipffel der gewissen, die ander glantz der verstantnüß, die dritt weiß das füirlin der weißhait.
Ebd.
326, 19
: Vß der dreyerlay gedächtnúß, vnd ain ietliche dreyuach, sol der stipffel der gewissen sich scherpfen, vnd die seel sol pitter rüwen.