stunz,
Adj.;
zu
mhd.
/nhd.
stunz
›stumpf‹
(; ).
›stumpf‹ (von einem Messer); ›breit, platt‹ (von der Nase von Ochsen).
Bedeutungsverwandte:
(zu ersterer Nuance); vgl. (Adj.) 1.
Wortbildungen
(Konversion):
stunz
(
der
) ›Kübel, Zuber, Fass‹ (dazu bdv.: 1),
stunzing
wohl ›Mühlstein‹.

Belegblock:

Österley, Kirchhof. Wendunmuth (
Frankf.
1602
):
daß sie verlauffener zeit einen blutigen stuntz oder kübel gewaschen.
Buck, U. v. Richent. Chron. Conz. (
alem.
,
um 1430
):
ain tisch [...], do stuͤndent uff iiii brünnent kertzen und zway wiße brot und zwo silbrin stintzen mit win.
Schnyder, Qu. Zürcher Wirtsch.
436, 39
(
halem.
,
1420
):
so darf er das [...] Mühlegeschirr mit sich nehmen,
namlich uff der dritten múly ein Stuntzinger.
Löffler, Columella/Österreicher (
schwäb.
,
1491
):
ob es [rebmesser] traͤger durch gaͮtt, das geschicht in dem stuntzen, úbelschnidigen messer.
[ochsen] mit schwartzen oͮgen und lefftzenn, stuntzen und offnenn nasen und ain langen und knopffotten halß.