stumpfling,
auch
stumpflich,
Adj.;
mehrfach adverbial gebraucht, dann auch
stumpflingen
.
›plötzlich, unerwartet‹; vgl. (Adj.) 3.
Syntagmen:
s. sterben, erwüscht sein / werden, der herre jn. s. angreifen, mit der pestilenz anfallen
;
der stumpfliche unfal / untergang, die stumpfliche erneuerung / zukunft, das stumpfliche bündnis
.

Belegblock:

Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
32, 43
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
das ein mensche nicht gewissen kan, wann, wo oder wie wir über es urbürzling
[Var. 1468:
stumpflingen
]
fallen.
Rieder, Gottesfr. (
els.
,
1382
/
91
):
wanne unser herre greif in stúmppfelingen an mit der pestilencien des gemeinen sterbottes.
Lemmer, Brant. Narrensch.
85, 96
(
Basel
1494
):
Hett er sich vor dar zuͦ
[zu dem
vordantz
]
gerüst | Er wer nit so stümpflyng erwuͤst.
Kottinger, Ruffs Etter Heini V. (
ohalem.
,
1538
):
ich [Eidgnoss] hab gsëhen mengen starken bu | stünzlingen eins malls niderfallen.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß .