stulpe,
die
;
schwache und semantisch teils kaum interpretierbare Beleglage; vgl. (vor allem für das Nd.).
›konvex / konkav gewölbter Hohlkörper‹ (generell); im Einzelnen: ›Schale‹ (für Getränke); ›übergeworfener Teil der Frauenkleidung‹ (genaue Sache unklar); ›Hohlziegel‹ (für den Dachfirst); ›Aufsatz auf einem Helm‹.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , , 3, ,
1
2; 3; 4, 3.

Belegblock:

Blümcke, Hans. Gesandtsch. (
nrddt.
,
1603
/
05
):
umb 1 stundt oder 2 hat die kayserliche Mayt. unss in die hundert unnd neun Essen oder gerichte in eitell gulden vassen unnd stulpen, auch allerley getrencke [...] in unsern hoff geschicket.
Buch Weinsb. (
rib.
,
um 1560
):
ein brulofshaus, begont zu brennen, dar den tag ein bruloft war gewest und die brut feur under der stulpen hatte gehat.
Alberus (
Frankf.
1540
):
stauch oder schleyer / sturtz / stuͤlp.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
darauf
[auf einen
turn
]
ward gesezt ein gar grosser knopf von kupfer, darauf ein kupferer huet mit einem grossen stulp, wie die alten eisenhüet, auf dem stulp hiengen vil glocken herumb an ketten.
Rechn. Kronstadt (
siebenb.
,
1541
):
Joanni Krestels coriario pro 400 lateribus vulgo Sthoͤlp czychlen ad tectum cons. meliorandum asp. 24.