stubengeselle,
der
;
-n/-n
.
1.
s. 1a.
2.
s. 1d.
3.
›Mitglied einer durch Zunftzugehörigkeit, Heirat, Geburt oder auf andere Weise herausgehobenen
stube
‹.
Wortbildungen:
stubengeselschaft
.

Belegblock:

Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 431, 1
(
hess.
,
1431
):
welcher eyn stobengeselle ist, der sal sinen stobenzinß geben.
Ebd.
2, 7, 14
(
1487
):
hat der rat den meistern schrijnerhantwergs gegont eyn stobengeselleschafft zu halten [...], und sal eyn iglicher meister zu Franckfort die stobengesellschafft mit zu halten verbonden sin.
Rennefahrt, Gebiet Bern (
halem.
,
1628
):
das ein sölche anlag und stüwr uf allen geselschaften [...] durch einen des kleinen oder großen raths oder andere erbare stubengsellen, [...], jarlich [...] empfangen [...] wärden sölle.
Ders., Wirtsch. Bern (
halem.
,
1641
):
sölle der wihrt die ürti nit selber machen, sonder die kryden nach altem [...] brauch einem stubengsellen, [...] übergeben.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1548
):
daß sie [stuben geselschaft] niemand andern, dann der durch geburt solche gerechtigkeit der herren ererbt, und dem, der die stuben geselschaft mit heuraten zuͤ den erbern geschlechten sich teilhaftig macht, aufnemen sollen.
V. Anshelm. Berner Chron. ;
Welti, Stadtr. Bern .
Vgl. ferner s. v. 8.