strupfen,
V.;
am ehesten Bezug auf 2
strupfen
›knüpfen, binden‹ (); Basisbedeutung wäre dann: ›eine ziehende, teils ruckartige, teils schubähnliche, tropisch: durch all dies einengende, einschränkende, beeinträchtigende Bewegung ausführen‹.›(Dachziegel) befestigen‹; ›jn. / etw. einengen‹; ›jn. durch Hohn erniedrigen‹; ›(Tiere) stören und dadurch vertreiben‹; ›(Pferde) striegeln‹; ›Knoten machen‹.
Wortbildungen:
strupficht
strupflattich
strupfwurz
Marzell
, 1511ff. s. v. 3
Rumex obtusifolius
; dazu bdv.: ).Belegblock:
gehadt eynen leyendecker mit eynem knecht, die in myns genedigen herren hoeve gedeckt ind gestrupt haven IIII daghe.
Rumex acuta [...] grindtwurtz strupflattich / strippet / spitzlettsch [...] scharpff klett. [...]. Lapicolum, klein sawer ampfer / diß seind alle species vom lapatho, [...], strutzwurtz.
Erstlich sihet es [Christi Reich] duͤrre wie Gideonis Fellein / vnd schmachtig vnd schwelgig / struppicht vnnd streubicht / wie ein Pfroͤpffreißlein oder Wurtzel / das in einem [...] magern Erdreich stehet.
Welichs roß rewdig ist, so nym swefel und spengrön und als schmer und strupwurtz und menschen haren und mische das zesamen und reib und salb die rewden.
Trifft er aber ein weysen monn | Mit honwortn und spott zu strupffen.
Strigilis [...] strigel [...] eyn scherre [...] strupff.
Strigilare schropen [...] striglen [...] striglen [...] stropfen [...] strupf [...] strigeln̄ ros wischen.
Jch glaub, ir maint, das sie [weiblin] das schinden | Nicht auf der gstropften
[›struppig, hart‹]
haut empfinden. Strupffen / streyffen / ziehen. [...]. Strupffen / strupff machen [...] Nodare.
Für die reüden Nimb schwebel, alts schmer, strupffen wurz, mennschen harm. Reyb im die bayn in ainer würmb damit.
Saluey, peterling burcz und pibernel, perburcz und stropffwurcz, die sol man stossen und müsch ez durch einander und gebs den menschen ze nuczen.