strudeln,
strodeln
(Letzteres nur in 1 Beleg),
V.;
zur Varianz von
-u-
und
-o-
s. : „Vorliebe“, ein Verb mit einem „zweiten, bedeutungsähnlichen zu verbinden“.
›aufwallen, sieden, brodeln, kochen‹ (von Flüssigkeiten, mit Verschiebung der Bezugsgröße auch vom Flüssigkeitsbehälter gesagt).
Bedeutungsverwandte:
, , 1, .

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1551
):
Botz mist, ich hab des krauts vergessen, | Das strudlt und prudelt bey dem fewr.
Ebd. (
1556
):
Schwimt im kessel lang zotn und fasen, | Der ob dem fewer seudt und strudelt, | Gleich einem garenhafen brudelt.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Nürnb.
1631
):
Der boͤsen Leib wie Baͤch vnd Hartz, | Der Kolen gleich haͤßlich vnd schwartz, | Wird strudlen siedend heyß, | Die Seel braten in jhrem Schweiß.
Maaler (
Zürich
1561
):
Das Sieden. Ebullatio. Das strodlen oder auffwallen.
Strodlen / Vber außhin strodlen. Efferuere, Efferuescere, Feruere. Strodlen von sieden. Ebullire. Das Strodlen. Ebullitio.