1
strudel,
der
;
zu
1
strudel
›bewegte Flut‹ ().
›Wasserwirbel, Strudel‹; ütr.: ›soziale Unruhe, Wirren; kriegerische Auseinandersetzung‹.
Bedeutungsverwandte:
1, , , , ; zur Ütr.: 2.
Wortbildungen:
strudler
›Aufrührer‹ (zur Ütr.; dazu bdv.: vgl. 2, ).

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu. (o. O. o. J.):
Ich wolt euch [...] bitten, daß ir so wol theten und den hafen mit dem gelt zuͦ euwern handen hetten genomen und uns den selben behalten [...], biß der strudel hinüber kem.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Köln
1619
):
Du bist die starcke Brucken, | Daruber alle Frommen, | Wol durch den Strudel kommen.
Sachs (
Nürnb.
1540
):
daran hieng er, bisz das schiff grosz | widerumb auff im strudel schosz.
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
2, 314, 13
(
halem.
,
1508
/
16
):
weliche nüt in dem strudel gericht wurdend oder sunst in kurzem absturbend, kamend alle wider in die ret.
Rennefahrt, Statut. Saanen (
halem.
,
1571
):
alls wann sy dieben, mörder, strudler und andere derglychen malefizische personen mit ihrer urteil umb ringere straf lybs [...] erkennen wurden, dann aber [...].
Strudel / Wassertruͤnnel / wasserwuͤrbel.
Rauwolf. Raiß
4, 30
([
Lauingen
]
1582
):
alß es [Staͤttlin] jhnen listiger weiß vom Castellan von Müß [...] eingenommen worden / inn wellichem strudel auch das Staͤttlin vbel verwuͤstet worden an Mauren vñ Thoren.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß .