strowisch,
der
.›aus Stroh bestehendes Bündel für verschiedene Zwecke‹; z. B. zum Leuchten, zum Anzünden von Feuer, und damit etwa zum Verscheuchen von Fliegen, auch als Vogelscheuche (im Beleg
Luther, WA
ütr.), teils zeichenhafte Verwendung z. B. als Aufforderung zum Hegen und Bebauen von Feldern; 49
Zur Sache:
Schmidt-Wiegand, Studien zur hist. Rechtswortgeographie.
.1978, 78
Phraseme:
etw. für einen strowisch aufgeben
›etw. für nichts und wieder nichts aufgeben‹.Belegblock:
Lieber, ist das nicht der einer, die Trotz Keiser hiessen, die jhre festen schloͤsser fur einem strowissch und scheitholtz auff gaben.
so schewt sich Christus nit fur Mose, thut, als sey er ein strohwisch.
Obig der landstraßen muß der schäfer von altersher daß feld hayhen, jedoch einen strohewisch dahin stecken, damit man auch der felde säen könne.
Wann man des nachts einen strowüsch anzünde und mit dem wüsch an einer fohrenbach am rande über dem wasser herleuchtet, so treten fohren und andere fische aus der teufe an den rand.
Strohwisch / m. Ein wisch von stroh gemancht.
Da der Bawer den fliegen die stette nicht gunte / vnnd wolt sie mit einem strowisch verbrennen / steckt er das gantze hauß an.