stroseil,
das
.
›aus gewundenem Stroh hergestelltes, speziell zum Binden der ausgedroschenen Getreidehalme genutztes Band‹;
vgl. 1.
Phraseme:
etw. mit einem stroseil binden
›etw. nicht Dauerhaftes, Sinnloses tun‹.

Belegblock:

Luther, WA (
1525
):
Sonst aber ist fast keyn muͦnch noch pfaffe noch leye mit dem andern eyns, darumb ist yhr band eyn lose band und bindet sich eben zu samen, als wer sprew mit eym stro seyle bunde.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
64, 17
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Und den dreschern einbinden, das sie das getreyde im drasch beisammen behalten und, da es zu erhalten, auch die strohseile darein machen.
Ebd.
249, 4
:
Man machet strohseile oder bande zum getreide.