strope de chorden,
oder
stropadacorda,
Genus(?);
aus
ital.
strappa
›Riemen‹
und
cordia
(bzw. aus frz.
corde
), s.
Eckel, Fremdw. Murners.
1978, 151
.
›das Anziehen am Folterseil‹; der Angeklagte wurde beim Verhör „am Folterseil des Wippgalgens aufgezogen, dann rasch ein Stück heruntergelassen u. dann wieder eimporgeschnellt [...]“ (
Eckel,
s. o.).

Belegblock:

Fuchs, Murner. Geuchmat
3451
(
Basel
1519
):
Zuͤhe vff, gib jm ein strope de chorden!
Jörg, Salat. Reformationschr.
914, 6
(
halem.
,
1534
/
5
):
was der bischof samptt aller priesterschaft und [...] / mit dem allten glouben / und allen ceremonien us der statt gejagtt / dann jnen geboten uff ein ernemt zytt / by dry stropadacorda / jn xxiiij stunden jr statt zuͦ rumen.