strohalm,
der
;-s/-e, -en
, auch -Ø
+ Uml.›einzelner Getreidehalm‹; auch: ›Gesamtheit des wachsenden Getreides‹; ›getrockneter oder ausgedroschener Halm‹ (wie er z. B. als Schreibfeder genutzt wird); ›Strohhalm, Strohbund als Rechtszeichen‹; mehrfach steht
strohalm
für Geringfügigkeit; vgl. 1, zu 1.Phraseme:
ein strohalm viel
›nicht das Geringste‹; sich an einen strohalm weisen lassen
›sich leicht dirigieren lassen‹; aus einem strohalm wird ein zentner
.Syntagmen:
strohalme aus etw. klauben
; die strohalme
(Subj.) wachsen
; j. wie die strohalme vor dem anblik des windes sein, wenn alle stroheme federkiele wären, so [...]
würde das Lob Mariens kaum zu beschreiben sein; jn. an / mit einem s. niederbinden
(›rechtssymbolisch zur Verfügung halten‹), sich mit strohalmen binden lassen
.Belegblock:
et quicquid pateris, si strohalm, wird 1 centner draus.
Das die strohalmen vnd die aͤher | Moͤchten wachssen fein schlecht daher.
und das des virmamentes tran | gancz wer papir ach also vil | und alles mer vol tinten | und all strohelm wern veder kil. | Das [...].
Der Cantzler weiß wol geuch zuͦ finden, | Die sich mit stro halm lassen binden.
Ebd.
4816
: Er laßt sich an eim strohalm wysen, | So eben luͦgt sy jm vff ysen.
so dan der richter nach den drein schraien nit da wer, so mag man in [den schedlichen man] mit ainem strohalbm niderbinden.
so solle sich hinfüro kein [...] herrschaftsunderthan understehen vor auszehetung ainen strohalmb [...] vil hinwegzufüren.
Eüsebius: Ich pin als die stro hëlme vor dem anplik des winttes vnd als der staub in den gassen.