striezel,
strützel
(Letzteres seltener), wohl der
;zur etymologischen Einordnung und damit zur genauen Zeichenform s. ;
. – Gehäuft obd.
1.
›ein in besonderer Weise geformtes Gebäck‹; mit diesem in Vergleich gesetzt (metaphorisch): ›Auswuchs am Körper‹.Wortbildungen:
Belegblock:
weẏssin brot alzo stroczelÿ.
[ain knab] hett ain bauch und zwai stritzelin, an jetlicher seitten ains, hangen, die waren ain spann lang und als gros als ain daumenfinger, doch waren sie gerad und lind; die gaben bedeutnus, als daß arm daraus hetten wellen werden.
Von ainen paurnhauß daß jahr ain laib brodt, von ainen klainen heisel ain strizl.
das järlich ain prior [...] ainen inhaber ainen waizen-weggen oder struczen und zween kärpfen von alter heer geraicht hat.
Bringt uns unser Frau Gevatter Georg Drauden Kindelmess einen schönen Struetzel und Leibent.
Öst. Wb.
2, 774
.2.
›dümmlicher Mensch, unvollkommene Kreatur, Tölpel‹; tropisch von 1 her motivierbar.Belegblock:
das macht, das ich nil armer struczel | valkomenlichen nicht erken dein nam.
DER RICHTER FRAGT: Her doctor Strützel und her Lülhart, | Facht am ersten an!