strecke,
die
.
– Bergbaubezügliche Texte, meist unter rechtlichen Aspekten.
1.
›Grubenstrecke, vom Schacht aus in den Berg getriebener horizontal verlaufender Grubenbau‹;
vgl. 3; 4.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): 7, 2, , 3, , 2, .

Belegblock:

Löscher, Erzgeb. Bergr.
140, 11
(
omd.
,
1529
/
30
):
es [bergkwerg] hath tyfe schechte, flache und enge orter, lange strecken, fest staubigk gesteyne.
Ermisch, Sächs. Bergr. (
osächs.
,
1499
/
1500
):
so dye gewercken in iren zcechen in schechten, strecken ader stollen klufft ader genge uberfaren, dyeselbig klufft [...].
Ebd. (
1509
):
Worden gewergken in iren massen in stollen, strecken ader sunst mit andern gebewen genge adder cluffte uberfarn, die sal [...].
So man in einer tzechen tieffe stollen, strecken ader ander ortter ufflassen, verbawen ader versturtzen wil.
Weizsäcker, Graupn. Bergb.
183, 25
(
osächs.
,
1532
):
sollen die gwerken, [...], den zechen, [...], helfen, wo man mit dem stolart irer mossen folgen wurde, die strecken zu demselben zechen zu treiben schuldig sein.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil. (
schles.
,
1548
):
gleichergestalt dass der obgemelte Hans Doring den gewercken von Reichenstein geben soll und wil zu derselbigen strecken ader lengordt auf ein drittel, [...], dodurch er in seine mossen brechen mag.
Löscher, a. a. O.
21, 18
.
Vgl. ferner s. v. 8.
2.
›bestimmte Länge eines Wassergrabens‹;
vgl. 3; 4.

Belegblock:

Grothausmann, Stadtb. Karpfen
152, 12
(
mslow. inseldt.
,
1625
):
[Wird] erkant, das śoweit die śtrekhn eingeśchlagen sint, der Waśśergrab des Andrea Müllers ver bleiben śoll.