strebkatze,
die
.
nur im Phrasem
die strebkatze ziehen
belegt; die Grundlage des Phrasems bildet wohl ein Kinderspiel „wo ein Teil an einem Reife zieht, der andere zurückhält“ (
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
; s. auch );
vgl. 2.
Phraseme:
die strebkatze ziehen
›sich streiten, zanken; sich gegen ein angreifendes Tier zur Wehr setzen, sich ihm stellen; die Kräfte mit jm. messen‹.

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu. ([
Wittenb.
]
1524
/
5
):
Die warheit hat [Luther] mich bracht in hatz, | Muͦß mit im [Antrichrist] ziehen die strebkatz.
Luther, WA (
1531
):
Das ist ein seltzam text, quod homo hic in terris bey samen helt carnem et spiritum und die ij ziehen die strawkatzen
[Var. zu 28:
die ij zyhen die strebkacze
].
Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
Der ander stundt in grossem leiden, | Gedacht: „du kanft jm [dem Beren] nit entfliehen, | Die strebkatz mustu mit jm ziehen.“
Österley, Kirchhof. Wendunmuth (
Frankf.
1563
):
ein böß unartig weib, die mit ihrem haußwirt ohn underlaß die strebkatzen zohn.
Sachs (
Nürnb.
1538
):
Mit rauffen, schlagen und kratzen | Zogen wir
[ein Ehepaar]
die strebkatzen.
Lemmer, Brant. Narrensch.
64, 31
(
Basel
1494
):
Es züht die straͤbkatz mancher man | Der doch das merteyl noch muͦß lan.
Schade, a. a. O. ;
Mayer, Folz. Meisterl. ;
Lemmer, a. a. O.
64, 31
.