strapade,
›Folter; körperliche Misshandlung, die j. jm. zufügt; Peitschenhieb, Stockschlag‹ (vom Handelnden gesagt); ›Qual, Strapaze, die j. erleidet‹ (vom Betroffenen gesagt).
Seit der Mitte des 16. Jhs.
Belegblock:
Das Boxsperg werd in kurtzer fryst | Empfynden ein vast groß strapat.
Insonderheit aber söllend denen von Lausanne ire ungepürlichen strapaden, deren sy sich bißhar gebrucht hand, verpotten werden.
wo an etlichen orten nit wasenmeyster werend, an statt der ruͦtten inen [umbeschweiffenden tirnen] ein strapaden oder zwo geben lassen.
zu dem galgen hat man noch ain hohe seul, daran man solte strapata corde
[›Aufknüpfen, Aufhängen‹]
geben haben, gemacht, aber ist nie gebraucht worden. niemandts begert sie [sach] zu schaiden, menigclichen gonte dem jungen narren diese strapada.