strapade,
die
;
–/-en
, auch
-a
;
aus
ital.
strappada
›Zug, Ruck, scharfes Anziehen‹
().
›Folter; körperliche Misshandlung, die j. jm. zufügt; Peitschenhieb, Stockschlag‹ (vom Handelnden gesagt); ›Qual, Strapaze, die j. erleidet‹ (vom Betroffenen gesagt).
Seit der Mitte des 16. Jhs.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2, (
die
) 8, 2, 2, 1, .

Belegblock:

Jürges u. a., Waldecker Chron. (
wmd.
,
1546
):
Emer und strappen zu den krohen.
Schottenloher, Flugschrr.
75, 19
(
Bamb.
1523
):
Das Boxsperg werd in kurtzer fryst | Empfynden ein vast groß strapat.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern (
halem.
,
1600
):
Insonderheit aber söllend denen von Lausanne ire ungepürlichen strapaden, deren sy sich bißhar gebrucht hand, verpotten werden.
Ebd. (
1634
):
wo an etlichen orten nit wasenmeyster werend, an statt der ruͦtten inen [umbeschweiffenden tirnen] ein strapaden oder zwo geben lassen.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1548
):
zu dem galgen hat man noch ain hohe seul, daran man solte strapata corde
[›Aufknüpfen, Aufhängen‹]
geben haben, gemacht, aber ist nie gebraucht worden.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
niemandts begert sie [sach] zu schaiden, menigclichen gonte dem jungen narren diese strapada.