stracken,
V.
›in der Länge gestreckt [wo] vorhanden sein, im Hintergrund wie ausgestreckt existieren‹; ütr.: ›nach etw. streben, sich nach etw. strecken‹.
Bedeutungsverwandte:
1, 1, 1, .
Phraseme:
kein strak
›kein(en) Schlag, nichts‹.
Wortbildungen:
strackung
›das Sich-demütig-Niederlegen‹,
strak
(
der / das
?),
straknez
›im Wasser liegendes, ausgebreitetes Fischnetz‹ (dazu bdv.: , ).

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Boben disen worten stracket | Ein engestlich gedute.
Under der mure stracte | Der edele stein smaracte.
Franz u. a., Qu. hess. Ref.
3, 59, 41
(
hess.
,
1548
):
wir besorgen, es werde irer keiner [der predicanten] sich schnuer stracken und in allen dingen nach dem interim anspannen lassen.
Päpke, Marienl. Wernher (
halem.
,
v. 1382
):
Des wart gezogen er [Ihesus] so gar | Mit sailen hin und och har wider | Das gar allú sinú lider | Us den glaichen kament | [...] | Strakt als ain saiten span.
Schib, H. Stockar
170, 15
(
halem.
,
1520
/
9
):
Uff dye zytt vor ostren kain strack gehackatt, des denk ich nie.
Ruh, Bonaventura
333, 10
(
oschwäb.
,
2. V. 15. Jh.
):
davmb ist die erst [erwirdigkait] in weiß naignúß, die ander in weiß knieung, die dritt in weiß strackung.
Zingerle, Inventare (
tir.
/
vorarlb.
,
15. Jh.
):
iiiii stracknetz.