schabab,
›in verschiedenen Ausprägungen charakterlich oder in materieller Hinsicht defizitär‹ (von Personen oder personal gedachten Größen gesagt); im Einzelnen z. B.: ›unwichtig; minderwertig, wertlos‹; ›lächerlich (im Sinne einer Witzfigur, eines Taugenichts)‹; ›als Liebhaber abgewiesen‹; ›am Ende‹; speziell im Bezug auf das Spiel: ›raus, aus dem Rennen, verloren‹; ütr.: ›tot‹; monitär: ›arm, pleite, mittellos‹; auch: ›geizig‹.
Belegblock:
Wyr sind als eyn keerich der welt, vnd eyns ydermans schabab worden.
der da ringt nach grosser hab, | Erlanget nichts vnd bleibt schabab.
So rewen mich mein guter schuch, | die ich nach jhr zertretten hab, | [...] | dennoch bin ich gar schabab, | Vor zeiten gefiel jhr mein schertz, | [...] | kompt ein gesel wol vor jhr haus, | ist einer drinnen der mus raus.
wer nicht hat gut und hab, | muß allzeit sein schabab.
Wer nit gelt hat, ist bald schabab.
Wann so solchs
[zu keckes Werben eines Mannes]
mercken die jungfrawen, | Thund sie keins guten im vertrawen, | Sonder wird schabab bey in allen, | [...] | Und spottet sein denn iederman. Herr Leipolt ist gar schabab, | Dann [...] | [...] er gibt gar kergklich Trinckgelt.
Du ligst im Grab, vnd bist schabab, | Must jetzt die Wuͤrme speisen.
syd er haut zerprochen | sein [...] trúw an dir, | rain saͤlig wib, [...] | [...] | [...] schrib im er sy ouch schabab.
Uff das dem wyb er
[
mann, der Reichtümer angesammelt hat]
zgeben hab | das er nit sey der arm schabab. Aufsecht, dass keinr den wurf mir halt! | Mein lieber wirt, du bist schabab, | Zink quatter ich geworfen hab!