sandur,
die
.
›Sanduhr, Zeitmesser aus zwei vertikal angeordneten kegelförmigen Glasgefäßen, so verschmolzen, dass aus dem oberen feiner Sand in das untere rinnt, als Maß für eine festgelegte Zeitspanne‹; auch ütr. für die verstreichende Lebenszeit gebraucht (Vanitas-Symbol);
zu 1.
Bedeutungsverwandte:
, , ; vgl. .
Syntagmen:
j. eine s. aufsetzen
;
der tod mit einer s. reiten
.

Belegblock:

Brinkmann, Bad. Weist. (
rhfrk.
,
1659
):
sollen alle gerichtspersonen vor verlaufung einer viertelstund uf oder an bestimbtem ort [...] erscheinen, [...], darumbe dan allwegen ein sanduhr ufgesetzt werden solle.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
935
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Ein reis oder sanduhr, mit gar vil zierd von ebano und helffenbain.
Ebd.
977
:
ein sanduhr mit vier reisenden uhrlein.
Ebd.
1993
:
Ein kupfer von A. D. geschnitten, ist ein ritter zu pferd, neben ihme reit der todt mit einer sanduhr, hinder ihme der böß feindt.
Vorarlb. Wb.
2, 825
.