samenkauf,
der
;
-s/–
;
Bw auch kontrahiert oder mit epithetischem
-t
:
sam(en)tkauf
; teils mit Binnenflexion:
samenskauf,
sam(en)tskauf
.
›Großeinkauf und Großverkauf; Großhandel‹; zu (Adv.) 1.
Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , 4.
Wortbildungen:
samtkäufer
.

Belegblock:

Helbig, Qu. Wirtsch.
1, 104, 7
(
md.
,
1380
):
ensall widder gerber noch keyn man schue [...] vnsern obgnanten schusteren zu schaden inn unser stat brengen noch samptskouffs vorkouffen ader kouffen.
Wolf, Gesetze Frankf.
317, 7
(
hess.
,
v. 1487
):
Weres auch, das eynche [...] manne [...], eynchen merglichen samentkauff tede [...], die sollen [...] 4 gulden darfur geben.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 362, 17
(
hess.
,
1551
):
wer da keuffet samentkauff, [...] in der stad Franckefurt [...], die sollen den burgern [...] bij iren geswornen eiden [...] nach anzale zu betzalen ane intrag.
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
102, 11
(
nobd.
,
1397
):
wann sy samkaufs kaufen, so suͤllen sy einen gesworn messer haben.
Engel, Rats-Chron. Würzb.
147, 17
(
nobd.
, Hs.
M. 17. Jh.
):
sametkaufer kauften sie
[
maß
von neuem Wein]
in mösten zu 20 undt 22 fl.
Müller, Nördl. Stadtr. (
schwäb.
,
1506
):
Ain ersamer rat hat [...] im undersagen lassen, dehainem gast on sein beiwesen [...] dergleich sachen nicht zu verkawfee denn des samenkawfs.
Dirr, Münchner Stadtr. ;