samaritaner,
samaritan,
samariter,
der
;
aus
lat.
samaritanus
›samaritanisch‹
bzw.
lat.
Samarītēs
›der Samariter‹
(
Georges, Neub.
2, 4251
).
›Einwohner des biblischen Samarien‹; speziell: ›Angehöriger der Religionsgemeinschaft der Samaritaner‹; mit Bezug auf Lk. 10, 30ff.: ›barmherziger, selbstlos helfender Mensch‹; die Samaritaner gelten im biblischen Kontext als von den Juden abgelehnte bzw. als sektiererische Glaubensgemeinschaft, daher kann die Bezeichnung auch abwertend gebraucht werden.
Zur Sache:
LThK
9, 292
.
Wortbildungen:
˹
samarisch
,
samaritan
,
samaritanisch
,
samaritisch
˺ (Adj.) ›den Samaritanern zugehörig‹.

Belegblock:

Pfefferl, Weigel. Ges.
28, 2
(
Hamb.
1646
):
Wer es nun nicht vom Vater hörete [...], der nam Christum vnd seine lehre nicht an, sondern hieß in einen verführer Teuffel vnd Samariter.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mt. (
osächs.
,
1343
):
Ir sult in den wec der heiden nicht abe gên und in di stete der Samaritânen
[
Mentel
1466:
samarithan
;
Luther
1545:
Samariter
]
in gêt nicht.
Ebd. Joh. :
Wie wan dû ein Jude bist, heisches trinken von mir? und ich bin ein samaritânisch
[
Mentel
1466:
ein weip samaritan
;
Luther
1545:
Samaritisch
]
wîp. Wan di Juden gebrûchen nicht mit den Samaritânen
[
Mentel
1466:
samaritanern
;
Luther
1545:
Samaritern
].
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
Wann ein samaritan
[
Luther
1545, Lk. 10, 33:
Samariter
]
der macht den weg er kam zuͦ im.
sy bezeúgten vnd retten das wort des herren sy kerten wider zuͦ iherusalem: vnd bredigten in manigen gegenten der samaritaner
[
Luther
1545, Apg. 8, 25:
vielen Samarischen flecken
].
Rieder, St. Georg. Pred. (Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
der guͦt samaritanus hat dich gehailet, der getrúw frúnt, Jhesus Christus, hat mit siner sele die dinen sele behalten.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
44, 37
(
tir.
,
1464
):
[An Gott gerichtet:]
Du lieber samaritan, nim mich zu dir.