sagrer,
auch ausgeprägte Schreibvarianz, z. B.
segrer,
der
;-Ø/-(s)
;sagra(n),
der
; vereinzelt latinisiert, z. B. sagarus
sowie sacrarium,
das
;›Heiligtum; Ort zur Aufbewahrung von Heiligtümern‹; meist speziell: ›Sakristei (als abgeschlossener Nebenraum zur Aufbewahrung von liturgischen Gegenständen, wichtigen Dokumenten, auch als vertraulicher Beratungsort)‹; gelegentlich: ›Schatzkammer (einer Kirche)‹; in 1 Beleg als Äquivalent zu lat.
vestibulum
›Vorhalle, Hof‹.Zur Sache:
LThK
f.; 9, 245
Lex. d. Mal.
.7, 1277
Im Schwäb. / Oobd. mehrfach chronikalische Texte.
Syntagmen:
den s. (auf)brechen, nicht aufsperren
; j. aus dem s. treten, etw
. (Subj.) bei dem s. im chor stehen, ein grab
(Subj.) bei dem s. vorgehauen sein, der priester sich im s. abtun, j. im s. beschliessen, das [...], in den s. kommen, den brief in den s. legen, einen ausschus in den s. berufen, j
. (z. B. der mesner
) / etw
. (Subj., z. B. der schatz, das geld, briefe
) in dem s. liegen
; der s. der pfarkirche
; (der) hüter / küster / warter des sagrer(s)
; der kalender, die kleider / kleinod
(Pl.) im s
.Belegblock:
1 steyn wachs dem glokmeyster zu unsers homeysters lichte, das vor dem sacrario of dem huse bornet.
der starcke medici quam in deme grossen ufflouffte in das sacrarium unnd slug die thor nach ome zu.
Die kleider und kleinot im sagarus [...] zu S. Sebalt besichtigen und verhüten.
sy essent die brot die do sint in dem vaße
.
in dem seger des tabernackels des gezeúgkniß [
im korb vor der thür der heiligen wonung des zeugnisDietenberger
1534: ;
im kraͤtzen [...] im vorschopf des tabernackels der zeügnusEck
1537: ;
im korbe fur der thür der Hütten des zeügnüß / StifftsFroschauer
1531 / Luther
1545, 2. Mose 29, 32: ].
[diser brief] sol gelegt werden in den segerer der pfarrkirchen.
da beschloß der kinig und hertzog im segerer in der pfarrkirchen mit ainander, daß sie beid mit ainander bapst Alexander um die dispensatz wolten schreiben.
Sacra oder Sagra, Heyligthumb / oder das ort da man Heyligthumb behelt [...] das ort da sich die Priester an vnd ab thuͦn zum Gottes dienst. Sacristei, Jdem.
[die Payr] prachen auf kirchen und seͣgrer. Sy namen darauz chelich und waz si funden.
da berufft techet von allen stenden zwen und zwen ec. einen ausschus in sagerer.
der meßner soll aüch liegen in dem sagrer [...], und ob man die kirchen wolt aufprechen, so soll der meßner das [...] glocklein leuten.
ain aichene truchen, darin sand Arsaci lag, [...] ward er getragen hinauf in den chor und sagran und da besiglt und beschlossen.
wolten si im in unser frauen kirchen den sagran und gewelb, da des alten schatz und gelt und clainat lagen, nit aufsprerren.