rustern,
V.
›sich räuspern, Schleim hörbar aus Rachen oder Nase lösen (und ausspeien)‹.

Belegblock:

Luther, WA (
1526
):
wann sich der Bapst ruͤstert, hat man ein artickel des glaubens darauß gemacht.
Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Zu hant do rusterte ich mich, | Alsam ich do erwachte.
Strauss, A. v. Villanova dt.
150v, 35
(
obd.
, Hs.
1421
):
wanne man sich danne geruͤstert vnd geharnet [...], so solt man zu dem andern slaffe kumen.
Rieder, Gottesfr. (
els.
,
1390
/
1402
):
die selben beiden botten und oͮch Ruͦlman dicke und vil enander wortzeichen gobent mit sunderm rústernde.
Menge, Laufenb. Reg.
3018
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Nach dem ersten schlaff zehant | So rúster dich vnd bis gemant | Ze súfrend úberflússigkeit.
Schmitt, Ordo rerum
698, 5
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß .