rus,
der
;-t
: rust
.1.
›Ruß, Verbrennungsrückstand verschiedener Materialien‹; negativ konnotiert: ›Schmutz‹.Syntagmen:
j. r. abscheuern / austragen / behalten / machen, aus dem ofen, der esse nemen, in die augen bekommen, einem pferd ins auge blasen
; der r
. (Subj.) sich in den schornstein hängen
; got
(Subj.) ein liecht ane r. sein, j. den leib mit r. bescheissen / besudeln, zu r. verwandeln / vermischen
; j. / etw
. (Subj.) vol von r. sein
; der alte r
.; ein handvol rus
.Wortbildungen:
rusfarb
Marzell
–508), 1, 505
rusman
rusmitwoch
russchwarz
russer
ruswurm
Belegblock:
Nemet ewre feuste vol Russ
[
aschenMentel
1466 / Eck
1537: ]
aus dem ofen. Nimb eine gute handvoll ruß aus der feüereße, [...] das thue den federvihe in das trinken.
nym ruiz unde katzen mist unde salcz [...] unde blos [is] dem pherde in daz ouge.
Rußwurm. rubitor [...] Rußuarb. astancia herba quedã.
Bey dem stund ein ruß-dürrer bader.
und das sú abeschúrtent den rust den sú hie vormoles do gemaht hattent.
alle verbrünnliche ding sind natürlich durch das feuer zu verwandeln, [...], zu kol, zu ruß, zu aschen, zu glas.
ruß / m. der schwartze Staub vnnd ding so sich vom rauch in die schornstein henget.
er [got] ist ain liecht aun allen ruoß, | das sich selber muoß entzünden.
so hiet er doch nicht mueden fuez, | wehielt alsmaͤr den alten ruez.
2.
›Makel der Seele‹ (jeweils mit sünde
als Genitivmetapher); Ütr. von 1.Belegblock:
Den aplas für das neünd ich künd, | Der ab nympt allen rüs | Der sünden.
der nu sitzt in weitz puez | daz im wirt der sunten ruez | ab genomen taegleich.
Ebd.
401, 22
: so wurd im der sunden ruez | ab gewaschen mit dem spot.
Vorarlb. Wb.
2, 796
.