ruhestat,
ruhestätte,
die
.›Ort, Platz, an dem sich j. niederlässt, um Ruhe, Erholung zu finden‹; speziell: ›Herberge, Zufluchtsort, Schlafplatz‹; auch: ›Ort, an dem j. die letzte Ruhe findet; Grabstätte‹; metonymisch: ›Pause‹; ›Schlaf, Ruhe‹; in religiösen Zusammenhängen ütr. für die Ruhe, die der Gläubige im Glauben an Christus findet; metonymisch: ›Kirche‹; vgl. 1; 2; 4; 8, (
die
) 2.Belegblock:
do ist sie [Creatur] von Christo gewichen, [...] aus ihrer ruhestadt, darinne lauter friede Leben vnd Seeligkeit mit Gott zugleich beseßen werden.
Und wollen unser Kirchen nicht mehr lassen Klagheuser oder Leidestete sein, sondern, wie es die alten Veter auch genennet, Koemiteria, das ist, fur Schlaffheuser und Rugestette halten.
Die Meußlein lieffen in die wette / | Da ein Lewe hielt seine ruhstette.
Wem wirstu [Herr] guͤnstig sein, | Auff heilgem berge dein, | Ein ruͦhestat zuͦgeben
?
Darnach sandte er [Noah] auß eine Tauben / vnnd da sie keine Ruhe stadt fand / kam sie wider. Thür. Chron.
1v, 18 (Mühlh. 1599): Und
[die Pharisäer]
habin lîb di êrsten ruͦwestete [
ruͦeMentel
1466: ]
in den âbentezzin und di êrstin stûle in den synagôgen.