2
ruch,
der
;
zur etymologischen Einordnung s. .
›Dohle‹; Singvogel aus der Gattung Raben und Krähen, der durch ein breites Spektrum von Ruflauten charakterisiert ist.
Obd.; älteres Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
2
, , , ,
2
.

Belegblock:

Voc. Ex quo G
215
(
obd.
,
15. Jh.
):
Graculus est nomen auis, ain ruͦch.
Pyritz, Minneburg
5287
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Wez flug du niht eim ruͦch nach? | Der het geflogen niht so hoch.
Buck, U. v. Richent. Chron. Conz. (
alem.
,
um 1430
):
Do beschach ain grosses zaichen von den vogeln. [...] do was des kofhus tach allnacht mit rappen besetzt und mit tulen, mit krayen, mit ruͦchen und mit andern sölichen vogeln.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
114, 21
(
els.
,
1362
):
Also nú die zit kam daz sú essen solten do brohte in ein ruͦch zwiueltige pfruͦnde brotes.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
Graculus haizt ain ruoch. der vogel ist krâen geslähtes, aber ist klainer an dem leib.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
im vierten jar kamen gros haufen der storchen hätzen tahen ruchen und cräen [...] und frassens [heuschrecken] all auf.