rubrik,
die
;1.
›rote Farbe, die für Auszeichnungen und Markierungen in Texten verwendet wird‹; metonymisch: ›rote Auszeichnungsschrift‹; ›Überschrift, Titel eines Textes‹.Belegblock:
heisst er sie einen Brief, durch jn selbs geschrieben, aber nicht mit tinten oder rubricken, auch nicht auff papir [...], sondern in jre fleischerne weiche hertzen mit dem heiligen Geist.
Dann woͤlher in sinem gemiet hătt zuͦ machen guͦtt schoͤssling oder reben die man in lett, der bezaichnett mit der roberic mit essich vermist (darumb das der regen nit abwesch) am herpst die winreben.
dieweil sie auch vast lang, hab ich allain die ruberick lateinisch daher geschriben.
Rubric, Rote farb / roͤtelstein. Jtem die Geschrifft selbs / so mit Roͤtelstein oder Roter farb geschriben wirt. Als wie man etwo die Tittel der gesatzen / gemeinklich hat bezeichnet.
2.
›Abschnitt, Kapitel eines (normativen) Textes‹.Belegblock:
wie dan solches alzeit fleißig ist gehalten worden bis uf die gnädig dispensation, welche in unser h. regel ortenlich zue finden ist in der [...] rubic
[sic!],
da ich den leser wil hingewissen haben, wirt er weitleffig finden. schribent dem bischof gantz schmelich zu, daß er aus dem glauben ain kaufmanschafft machen wollt, zochen das stattbuch in der rubrick, wie man über ain ketzer richten soll, gantz hoch und krefftig an [...].