2
rotte,
rote,
die
;
-Ø, -n/-n
;
über
mfrz.
rote
aus
mlat.
rotta, rocta
›harfenartiges Saiteninstrument‹
(
DuCange
7, 203
).
›Rotte; Saiteninstrument, ähnlich der Harfe oder der Leier‹.
Älteres Frnhd.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , 2, 1,
1
, , ; vgl. 1.
Wortbildungen:
1
rotten
›auf der Rotte spielen‹,
rottenklang
,
˹
2
rottenmeister
,
2
rotter
˺ ›Person, die eine Rotte spielt‹.

Belegblock:

Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Der rotten meister David | Unde mit im die geleiten | Griffen an die seiten.
Mone, Adt. Schausp. (Hs. ˹
omd.
,
1391
˺):
brenge den phifer und den rotther, | den pucker und den fedeler | und aller ley spilman.
Pyritz, Minneburg
1491
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Min sußer lutter rotten clank.
Gille u. a., M. Beheim
23, 54
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Mit singen machet man auch churcze weil so vil, | pusaunen, pheiffen, orgeln hart man schallen | und herphen, roten, alle saiten spil.
Ebd.
435, 70
:
daz man schan | da mit horet erklingen | aller der süssen saiten dan | van lauten, videln und hakpreten, | satergen, harpfen, roten.
Koppitz, Trojanerkr. (Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Sy fürtten mit in offenbar | Prosunnen, rotten, pfiffen.
Wackernell, H. v. Montfort (
soobd.
,
A. 15. Jh.
):
und hett eins all der welte wal, | es möcht ir
[der Musik im himmlischen Jenseits]
nicht erdenken: | rotten, seiten klenken, | darzuo der engel stimme.
Hampe, Ged. v. Hausrat
4, 10, 3
;
Voc. Teut.-Lat.
bb iijv
.