rosten,
V.
1.
›eine rötliche poröse Schicht (Eisenoxid) ansetzen‹; verallgemeinernd auch: ›verfallen, sich auflösen, zersetzen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 16, 19, 1.

Belegblock:

Luther, WA (
um 1535
):
Alte schult rüstet nicht.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
86, 3
(
Frankf.
1535
):
so es [gold] schon verwüstet wirt / rostet es nit / wirt auch nitt vonn rost verzert.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Vor alter rostet das eisen / vnnd kompt der schimel ins Brot.
2.
›rot werden‹; hier speziell: ›,erblühen‘‹ (von den heiligen Wunden gesagt).

Belegblock:

Brett-Evans, Bonaventuras Leg. S. Francisci
137, 5
(
önalem.
,
v. 1478
):
do rosteten die wunden der sitten als ein bloͤgende rosenvarwe bluͦm.