roraffe,
der
.
›im Windwerk der Orgel sich mechanisch bewegende, Grimassen schneidende männliche Figur im Straßburger Münster‹; in den Belegen als Appellativum für Geistliche und als Schimpfwort verwendet;
vgl. 2, 2; 3; 4.

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu. (
nobd.
1524
):
Der roraff thuͦt das maul auf sperren, | Daß man wen, er thuͦ auch drin blerren.
Ebd. (
obd.
1525
):
Es solten die iezigen bischof ein narrenkappen mit zweien langen eselsoren für die bischofshuͤt tragen: das ziert die roraffen wol.
Lemmer, Brant. Narrensch.
91, 34
(
Basel
1494
):
Do werden pfründen wol verdient | So man dem roraffen zuͦ gyent.
Kurz, Murner. Luth. Narr ;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß ;