romanie,
rummenie,
die
;Gebiet, dessen geographische Zuordnung in den Belegen unsicher und widersprüchlich ist; in Frage kommen wohl: ›Gebiet oder Teile eines Gebietes, das traditionell als byzantinisch galt, z. B. Kleinasien, Griechenland u. a.‹; auch: ›die Walachei (rumänisch:
Țara Româneascâ
)‹; in Verbindung mit wüst
generalisierend: ›abgelegenes, ungastliches Land (als Ort des Schreckens)‹.Zur Sache:
Lex. d. Mal.
f.; 8, 1370ff.7, 996
Belegblock:
er [Ypocras] hat durchfaren manche lant, | [...] | Prußenlant, Caberny Almeny, | noch vorbaz in der wosten Romany | ist er eyn meister ubir alle erstige.
Dis ist der aller beste win, | Der dort in Rummny ye gewuͦchs.
Ebd.
5123
: wer sü [dü swarcz Brunhilt] zuͦ Babilon, | Dört in der wüsten Rumminy, | Das wolt ich gern.
Ebd.
5135
: Man spricht, herr Diettrich von Bern | Der leb in wüster Rumminy | Und fecht altag mit würmen dry.
[ain staud] wehst auch in Püllen und in Romania, ez ist aber niht als kreftig.
Durch Barbarei, Arabia, | durch Hermani in Persia, | durch Tartari in Suria, | durch Romani in Türggia, | Ibernia, | der sprüng han ich vergessen.
Schlosser, a. a. O.
1655
; Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1943, 483
.