romanie,
rummenie,
die
;
zu
mhd.
Rômânîe
(), dies aus
Rōmānia
›das römische Weltreich‹
(
Georges, Neub.
2, 4199
).
Gebiet, dessen geographische Zuordnung in den Belegen unsicher und widersprüchlich ist; in Frage kommen wohl: ›Gebiet oder Teile eines Gebietes, das traditionell als byzantinisch galt, z. B. Kleinasien, Griechenland u. a.‹; auch: ›die Walachei (rumänisch:
Țara Româneascâ
)‹; in Verbindung mit
wüst
generalisierend: ›abgelegenes, ungastliches Land (als Ort des Schreckens)‹.
Zur Sache:
Lex. d. Mal.
7, 996
f.; 8, 1370ff.

Belegblock:

Mone, Adt. Schausp. (Hs. ˹
omd.
,
1391
˺):
er [Ypocras] hat durchfaren manche lant, | [...] | Prußenlant, Caberny Almeny, | noch vorbaz in der wosten Romany | ist er eyn meister ubir alle erstige.
Schlosser, H. v. Sachsenh.
2835
(
schwäb.
,
1455
):
Dis ist der aller beste win, | Der dort in Rummny ye gewuͦchs.
Ebd.
5123
:
wer sü [dü swarcz Brunhilt] zuͦ Babilon, | Dört in der wüsten Rumminy, | Das wolt ich gern.
Ebd.
5135
:
Man spricht, herr Diettrich von Bern | Der leb in wüster Rumminy | Und fecht altag mit würmen dry.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
[ain staud] wehst auch in Püllen und in Romania, ez ist aber niht als kreftig.
Klein, Oswald
44, 4
(
oobd.
,
1426
):
Durch Barbarei, Arabia, | durch Hermani in Persia, | durch Tartari in Suria, | durch Romani in Türggia, | Ibernia, | der sprüng han ich vergessen.
Schlosser, a. a. O.
1655
;
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1943, 483
.