rogen,
der
;
–/-Ø
.
›Fischeier, Rogen‹; ütr.: ›Gewinn‹; bezogen auf Ausscheidungen des Menschen: ›Kot‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , .
Gegensätze:
3.
Wortbildungen:
˹
rogener
,
roger
(a. 1440)˺ ›weiblicher, Rogen führender Fisch‹ (dazu ggs.: 2).

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
201, 16
(
osächs.
,
1570
/
7
):
pfleget man derselben [Streich- oder leichkarpfen] allemahl ungerade zu vorsetzen, als zwene röger und einen millicher.
Sachs (
Nürnb.
1563
):
Kein forhen alt | Eßt, [...] | [...] | Der rogen wer nicht gut zu dewen, | Die gret würden im bauch ein stechen.
Sudhoff, Paracelsus (
1591
):
das weiset auch wol die aquastrische frucht als der fisch und melusinen. dan sehent an den rogen im fische und die milch, was das ist.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Do hoffiert sie gar ins bet. [...]. Damit griff sie in rogen und strich im [Jacob] ain bissle ins maul.
ein testament, darin dem son ain gueter rogen entzogen wardt.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
der visch weibel sint grœzer wan die mändel, wan die rogner werdent grœzer denn die milcher.
Ebd. :
etleich visch werdent krank wenn si gepernt oder rogen lâzent.
Ermisch u. a., a. a. O.
183, 19
;
197, 31
;
202, 13
;
Voc. Teut.-Lat.
bb ijv
;