rogel,
rogelich,
Adj.;
zu
mhd.
rogel
›nicht fest, locker‹
().
›locker, lose‹; im Einzelnen auch: ›löcherig‹ (von Brot); ütr.: ›übertrieben, übersteigert‹ (von Worten); ›beschwingt, munter‹ (z. B. vom Herzen, von einem Vogel).
Obd.
Bedeutungsverwandte:
1, (Adj.) 1; 2; 9, (Adj.) 1.
Gegensätze:
I, 1; 5, ; vgl. (Adj.) 1.
Wortbildungen:
rogelheit
(dazu bdv.: 1, 2, , ),
rogler
in etwa ›Pfuscher‹ (Spottname für einen Bäcker).

Belegblock:

Pyritz, Minneburg
5174
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Ey do sach ich einen vogel | Under in: der waz so rogel, | Daz cluger vogel nie enwart.
Voc. Teut.-Lat.
bb ijv
(
Nürnb.
1482
):
Rogelheit loseheit iunckheit kleinigkeit oder zartheit.
Sachs (
Nürnb.
1558
):
O du unverschampter schandtvogel, | Wie sind deine rhumwort so rogel.
Turmair (
Augsb.
1517
):
,dick machen, uber einander stossen, drucken‘ [...] ,vest ubereinander sein‘ [...] extenuare contrarium ,rogel, dün sein‘.
Klein, Oswald
82, 1, 26
(
oobd.
,
1418
):
tentsch, krumb, rümblisch, rogeleichen, | so ist mein herz an allen smerz, | wenn ich an sich meins lieben bülen gleichen.
Bartsch, H. v. Montfort (
moobd.
,
1469
):
protpeck: rogler, | laich dy leut: vogler.
Wackernell, Adt. Passionssp. Pf. II,
1411
(
tir.
,
1486
):
Wan ich dan pegund zw pachen, | So that ich das prot gros und rogel machen.