ringmauer,
die
;-Ø/ringmauren
.›ringförmig eine Siedlung (meist eine Stadt und damit einen städtischen Rechtsbereich, häufig auch eine Burg, ein Kloster) oder einen Kirchhof umschließende Außenmauer mit Schutz- und Grenzfunktion‹; speziell: ›Befestigung, Schutzwall‹; vgl. (
der
) 4, (die
) 1; 2.Phraseme:
armut
(Subj.) eine gute ringmauer sein
›Armut guten Schutz vor Dieben bieten‹.Syntagmen:
die ringmauer abbrechen,
[wo] (z. B. an der stat, an den gräben
) bauen, das wasser
(Subj.) die r. hinfüren
; die r
. (Subj.) x meilen weit begreifen
; etw
. (Subj.) an der r. stehen, j. die tore an der r. zuschlagen, eine stat
(Subj.) ane r. (nicht) bestehen, fest bleiben mögen, j. einen brenofen in dem baumgarten an die r. machen, x tausend häuser
(Subj.) in der r. sein, x tausend menschen
(Subj.) in
›innerhalb‹ der r. sterben, etw
. (z. B. das bruch, die vorstätte
) zu der stat in eine neue r. begreifen, die stat
(Subj.) inner der r. verbrennen
; die r. einer stat
; die r. zu
[+ Name einer Stadt]; die innere r
.; die dächer / gänge an der r
.Belegblock:
her sol de rink muͦren abe brechen oder de blanken unde den graben zuͦ vuͦllen.
Jr Rinckmaur und Grentze wendet, | Da die weite Welt sich endet.
Darneben sol dass kirchspil die rinkmaur umb den kirchhoff im bau halten und den pastor weisen, wer darauf zu grasen.
daß kein kunst on gewisse Regel / maß / vnd ordnung / weniger dann ein Statt on rinckmauren lang bestehen / vest bleiben [...] mag.
darnach [...] kam ein ander grosser sterb, [...] man schecz [...], daz mer wen 10 tauset menschen sturben zu Nurmberg in der rinckmaur.
sie vorchten, das waßer wurd die rinkmaur hinfuern und muesten all verderben.