ringer,
der
;
–/-Ø
.
›Ringkämpfer; Athlet‹; auch: ›Kämpfer; Soldat, Waffenträger‹; vgl. (V., unr. abl.) 1; 2.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , ; vgl. , .
Wortbildungen:
ringerin
,
ringerkunst
.

Belegblock:

Bömer, Pilgerf. träum. Mönch (
rhfrk.
,
um 1405
):
[Da fing an zu sagen] eine rengerynne klug: | ,Ich heißen [...] Siechdagen, | Und wo ich finden Gesunde Dage, | So fahe ich an mit yn zu ringen | [...]‘.
Schade, Sat. u. Pasqu. (
obd.
1525
):
Unser bischof seind gastfrei, dann si haben vil hofgesinds, nemlich springer, ringer, fechter, lutenschlaher, trometer und des leichtfertigen volks nur gar vil.
Franck, Klagbr.
221, 29
(˹wohl
Nürnb.
˺
1529
):
dann sie [ein rott heylloser niemantnuͤtzer leut] synd so starcker glidmaß / so du [...] sie ehe Ringer vnd Fechter dann betler nennen magst.
Ders., Decl.
345, 9
(
Nürnb.
1531
):
Daher heist Plautus gantz hoͤflich den wein ein listigen kriegßman oder ringer / der ein bey den fuͤssen angreufft vnd werffe.
Schmidt, Rud. v. Biberach
81, 26
(
whalem.
,
1345
/
60
):
Der [Jacob] ist etwenne genemmet ein ringer nach dem ringenne, der lernet nach dem ringenne vnd nach der beschoͮd slaf sehen geistlichvͥ ding.
Maaler (
Zürich
1561
):
Ringer / Faͤchter (der) [...]. Ringer kunst / die kunst deß ringen.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
überkamen si ainen starken gesellen (war ain ringer, Narcissus genant), mit dem kaiser Commodus pfleget sein kurzweil zu haben und üebet sich: von dem ward erdrosselt kaiser Commodus.