rindfleisch,
das
.
›zum Verzehr geeignetes (Stück) Fleisch vom Rind‹; häufig mit (z. T. steuerlich relevanten) Angaben zur Menge bzw. Portionsgröße;
zu .
Bedeutungsverwandte:
vgl. .
Syntagmen:
j. r. essen / fressen / kaufen / nemen, in pökel machen, zu stücken schneiden, an die angel stecken, jm. r. abnemen / verkaufen
;
das r
. (Subj.)
x pfennig gelten
;
j. kalbfleisch unter das r. auswegen / geben
;
r. um x pfennig, r. von der ku
;
das gesalzene / gesottene / gute / rohe / schlechte / truckene r
.;
x lied / pfund / riemen / spiesse / viertel r
.;
die platte mit r
.
Wortbildungen:
rindfleischbrühe
.

Belegblock:

Ziesemer, Marienb. Ämterb.
16, 33
(
preuß.
,
1422
):
100 spisse truge
[›getrocknetes‹]
rintfleisch.
Luther, WA (
1543
):
Was wolt jr mir [Gott] Opffern? Meinstu, ich muͤsse Rindfleisch fressen und bocksblut trincken?
Struck, Joh. Pfannstiel
55, 44
(
mosfrk.
,
1526
):
88 rymen rintfleyß kleyn und groß.
Ebd.
181, 50
(
1548
/
9
):
vor eyn fertel ryntfleiß von eyner kuhe 18 alb.
Ermisch, Freib. Stadtr. (
osächs.
,
1325
):
Durch daz iar mac ein iklich man wol hervuren [...] gesalzen rintvleisch unde schefin vleisch unde wurste.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
61, 20
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
In dem gebirge der grozen insuln do wonit eyn volk, das anebetit eyn rynt; noch si essin rynt vleysch.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
189, 13
(
osächs.
,
1570
/
7
):
nim schlechts rindfleisch also rohe.
Eis u. a., Asanger Aderl.
2, 23
(
sböhm.
,
1531
):
nym ain rindtfleuschprue vngesaltzn.
Loose, Tuchers Haushaltb. (
nürnb.
,
1514
):
dene kauft 15 ℔ rintflaisch.
Boos, UB Aarau (
halem.
,
2. H. 16. Jh.
):
Sy [mexger] sond ein lid rindfleisch an den bank hencken und nit mer.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1561
):
Es haben inen auch die rindtmetzger fürgenomen, sie wöllen auch nit schlachten, bis man inen vergune, das rindtfleisch umb 7 ₰ zegeben.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 749, 45
(
schwäb.
,
1580
):
und soll denen zu Orssenhausen umb ir gelt allwegen vor den frembden flaisch geben und kain kalbfleisch under das rindflaisch außwegen noch geben.
Starzer, Qu. Wien (
moobd.
,
1605
):
Das pfundt rindtfleisch solle [...] menniglichen armen und raichen per 14 pfenning verkauft werden.
Ermisch u. a., a. a. O.
178, 12
;
Engel, Rats-Chron. Würzb.
262, 3
;
Vogel, Urk. Heiliggeistsp.
1, 465, 27
;
Skála, Egerer Urgichtenb.
108, 1
;