riffeln,
V.
›Flachs, Hanf mit einem kammartigen Gerät bearbeiten, um die Samenkapseln zu entfernen‹ (im Rahmen der Herstellung von Seilen und Tauen); ütr.: ›sich aneinander reiben, zanken‹.
Phraseme:
jm. auf dem rücken riffeln
›jm. den Rücken wund reiben‹.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld):
4
16, (V.) 1, 1, 4,
2
, (V.) 5, ; zur Ütr.: .
Wortbildungen:
riffel
›Werkzeug zum Durchkämmen von Flachs‹ (dazu bdv.: ).

Belegblock:

Luther, WA Tr. (
um 1530
):
Jtzt wäre die Zeit, daß man das Te Deum laudamus sünge und Gott dankte; so wird ein Zeit des Zankens und Riffelns draus.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
18, 34
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Den flachs und hanf zu rechter zeit gerauft, geriffelt, den hanf [...] gedroschen, geröstet, zu rechter zeit ausgewaschen, [...] aufgestauchet, [...] gebrechet, geschwungen, gehechelt und gespunnen.
Ebd.
61, 7
(
E. 16.
/
A. 17. Jh.
):
Wann nun der flachs zeitig [...] ist, reuft man ihn aus [...] und bindet ihn in ackerbusen. Diese werden hernacher geriffelt.
Voc. Teut.-Lat.
aa viijv
(
Nürnb.
1482
):
Riffel oder flachsriffel. ratora.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Es [krúz] riflet im uf dem ruggen.
do die swoͤstran gemainlich in den hof wurden gende, daz sú daz usgelochen werk rifletin.