richtungbrief,
auch
richtungsbrief
sowie rechtung(s)brief,
der
;-s/-e
.›schriftliche Ausfertigung eines Abkommens, Vertrages, Schiedsspruches; Vertragsurkunde‹;
Wobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .Syntagmen:
den r. besiegeln / gefertigen / kräftigen / schreiben / tun, (jm.) den r. geben
; der r. etw. beinhalten / wissen
; j. sich nach dem r. halten
; der inhalt, die abschrift des richtungsbriefs, nach laut und sage des richtungsbriefs
; der neue / versiegelte / vorgemelte / vorgeschriebene r
.Belegblock:
suͥllent si keinen schaden tragen [...] sider dem tage, als die richtunge briefe besigelt und gevertiget wurdent.
der richtungbrieff, der von úns beiden teilen vor zwentzig jǎren besigelt und jetwederm teil einer geben ist.
den richtungbrieff, so únser lieben Eÿdgnossen botten von stett unn lender zwúschent únsren herren von der stat unn dem ampt unn etlichen gotzhuß lútten getan hand.
So hant beid teil vor uns begeret und sich geeinbert [...], das si [...] sich nach den erren richtung brieffen dester frúntlicher moͤgen halten.
die mit den von Ulme der egenanten pfantschaft nach inhalt der obgemelten richtungsbrieve gewant sind.
schicken hiemit die abschrift des richtungsbriefs.