richterlich,
Adj.
›einen Richter oder seine Aufgaben bzw. seinen Wirkungsbereich betreffend, zu seinem Amt gehörend‹;
vgl. 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2.

Belegblock:

Luther, WA Br. (
1543
/
4
):
das vorpflicht, dem Weibe die Expens und Gerichtskostung uff richterliche Vormessigung zu erstatten.
Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
1487
):
dat mich die meistere des glaiswortersamptz binnen u. gn. steide Coelne unbillich rijchtlichen angelankt hadden umb 8 gl. leregeltz.
Brinkmann, Bad. Weist. (
rhfrk.
,
1556
):
Doruf haben auch alsbald schulthes und gericht mit irem richterlichen spruch zu recht erkent, daß [...].
mag das gericht zu Mospron solchs [...] durch iren richterlichen spruch weisen.
Köbler, Ref. Wormbs
47, 8
(
Worms
1499
):
so soͤllen die vrteyler solich [...] Sum gelts. krafft ires richterlichen ampts [...] taxiren.
Ebd.
98, 11
:
ruffe ich an uwer edel und richterlich ampt.
Pfeiffer-Belli, Murner. Kl. Schrr.
6, 39, 1
(
Straßb.
1520
):
biß zuͦ vßtrag der sachen / die niemans verzühet dan du selbs / so du allenthalben richterlich zuͦerscheinen besorgest.
richterlich / so einem richter zustehet [...]. richterlich ampt.
Gilman, Agricola. Sprichw.
2, 13, 28
([
Augsb.
]
1548
):
Nach diser underhandlung / underwindt sich der Fuchs / des Richterlichen ampts.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
sich mit seinen helfern understanden hat, unsern gnädigen herren herzog Ludwigen on alle richterliche ersuechung seine schlösser zu nemen.
Siegel u. a., Salzb. Taid. (
smoobd.
, Hs.
18. Jh.
):
ist der einständer verbunden dem weichenten wegen ausgelegter anlaitbrief und einschreibgelter, melioration et anders nach richterlicher ermeßigung abtrag zu thun.