reut,
das
;–/-er
;reute
I, die
;-Ø/-en, -enen
;rod,
das
; –/-er
+ Uml.;reutel
; ›urbar, für diverse Zwecke (z. B. als Siedlungs- oder Weideland, für den Ackerbau) nutzbar gemachtes (in der Regel abgabepflichtiges) Grundstück, Waldstück; Rodung; Neubruch‹; zu (V.) 1.
Keine omd. Belege; gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte.
Syntagmen:
ein r. auftun / ausgeben / brennen / einhacken / erlauben / haben / hacken / machen / schlagen / stechen / vergunnen, zu lehen haben, jm. leihen / verlassen, drei jare nacheinander innehaben, mit der haue bauen, über das dritte jar gebrauchen, reuten aus äckern, aus dem wald machen
; das r
. (Subj.) ausliegen, gemacht sein, bodenzins geben, vom korn ledig sein
, [wo] gelegen sein, jm. gehören
; x pfennig von dem r. dienen / geben
; ein r. gen / gegen
[+ Ortsname]; das älteste / gestiftete / öde, albereit gemachte r
.; der augenschein der r
.; ein teil von dem r
., der zehnte von den reuten
.Wortbildungen:
reutbeschau
˹, , , (a. 1348), , ˺ ›Geldabgabe auf ein gerodetes Stück Land‹ (dazu bdv.: ,
reutdenar
reutgeld
reutheller
reutpfennig
reutzehnt
reutzins
die
, 2), reutfang
˹, ˺ ›Getreideabgabe auf ein gerodetes Stück Land‹.
reutkorn
reutweiz
Belegblock:
daz sie noch imand von den vorg. dorfern ire viehe nit sullent driben oder gaen laßen zu weiden in dieselben roder.
wer in dem vurgenanten gerichte roder machte [...], der sal der herschafft zu Schonecke eynen wilthanen geben.
die röder under dem Ylmersperge, wanne die mit fruchte stent, so git ie der morge zwei simmerin fruhte.
es solle niemant keinen reidel hauen, es seie in vordern oder hindern wäld.
in der stat, do dy herschaft reuͤtthaller, reuͤtdn. oder reuͤttkorn [...] hat.
das vorgeschriben reuͤtgelt musz man czalen uff Martini. Welcher es uff denselben tagk nicht czalt, der hat sein ecker verloren.
Es ist zẇ merken, das am Zigenberge ein reẇt ist, daran ein yder morge jerlicher guͤlt gibt 1½ schilling haller der kuͤrzen.
diewyl sich in Wyers khouffbrieff nit findt, das er mit namen den ruti zenden ouch mit dem pfluͦgzenden gekhoufft habe.
das ein jecklicher zuͦ rechter buͦß zechen pfund pfennigen Bern wärung vervallen sye [...], uff welicher syten der inslag oder rüte gemacht und gelägen ist.
dz die von alters hero gebauwete ackher (hieuon außgescheiden die albereit gemachten reütinen) [...] nit öd, wüstes gelegt [...] werden solten.
Was dann den undergang der march und die rüttinen betreffen thüye, ist darüber ouch gerathen, [...], das herr apt wie ouch wir die bemelten amptlüth den ougenschyn sölcher march und rütinen innemen.
von miner rüthi im Beßerthal, ist vier manwerch [...] git bodenzins zwen schilling.
Dafern ein oder der ander sich unterstehen solte, ohne [...] bewilligung einige reuthin zu machen und einzuhacken, demselben solle [...].
daz ich [...] reht und redlichen gechauft han elliu diu gut, diu ze siner vesten ze Mornshaim gehörent, [...], allen rautzins und rautzehenden.
12 metr. reutwaitz.
Wider die ir reutfang weiter machen.
Item weg, steg, stigl machen ein jeder, als verr sein zinsguet wert, des gleichen rauter stechen und die est die in die weg hangent fuder raumen, pei der pen.
Undecimo solle auch daß maißmäen und rautmachen in denen herrschaftlichen wäldern gänzlichen verbothen sein.
Wer auf der gemain oder sonst in andern orten reiter hat gehackt, derselbige solle die nach abnüzung der dreier frücht widerumben bei straff außlassen.
nach rautrecht und gebrauch im dritten jar allzeit wider das eltiste raut außzulassen.
wie dan umb erhaltung hinfürders besserer auch bstendiger gueter ordnung willen durch die obrigkait zu Millstath [...] notwendige walt- und rautbschauen fürgenomben werden.
Bastian u. a., Regensb. UB
5, 28
; Vogel, Urk. Heiliggeistsp.
1, 521, 11
; UB ob der Enns
10, 437, 28
; UB ob der Enns
10, 884, 12
;