renfane,
der
;
in 2 vorwiegend
renfänlein,
das
;
–/-Ø
.
1.
›Heeresfahne; Fahne einer militärischen (Reiter)abteilung‹; zu (V.) 2.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1, .

Belegblock:

Müller, Grafsch. Hohenb.
2, 122, 5
(
schwäb.
,
1438
/
9
):
3 lb. umb ain new banner und dem hoptman umb 2 renvanen.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
bei wenig jaren ist sein, des Möringers, rennfan, den er in kriegshandlungen gewonn was zu füeren, noch verhanden gewest.
2.
›Reiterabteilung eines Heeres, einer Streitmacht‹; zu (V.) 2.
Bedeutungsverwandte:
(
der
) 4, 2; vgl.
1
, ,
2
2.
Syntagmen:
ein renfänlein füren / haben
;
der r
. (Subj.)
aufsein, das renfänlein jn. angreifen, die renfänlein
(Pl.)
und der haufen einander begegnen
;
j. mit den renfänlein von der stat ziehen
;
das bundische renfänlein
.

Belegblock:

Neubauer, Kriegsb. Seldeneck
102, 23
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
hostu ein renfelein, so heysch sie vor dem zeuck hinrucken.
Baumann, Bauernkr. Rotenb. (
nobd.
,
n. 1525
):
indess die rennfendlin und der zuziehend hawf pawrn [...] bey Sulzdorf ainander von ungeschichten begegnet.
So man dann das ander plest, soll der rennfan uff sein, die wegen und das geschutz angeen, und wann man das dritt plest, soll yederman uff sein.
Bernoulli, Basler Chron. (
alem.
,
1445
):
[Kasper Dúr] fuͦrt unser renfenly dieselbe reis.
Baumann, a. a. O. ;
Engel, Rats-Chron. Würzb.
76, 18
;
Bernoulli, Basler Chron. ;