rendeln,
V.;
mit Assimilation renneln,
rellen,
mit Rundung röllen
; ›etw. (Getreide, Hülsenfrüchte) enthülsen, schroten‹; wohl auch: ›etw. grob zerkleinern, quetschen‹.
Meist halem.
Wortbildungen:
˹, ˺ (
relle
rölle
die
) ›Vorrichtung in der Mühle zum Schroten des Getreides, Schrotmühle‹ (dazu phras.: in der relle sein
›verspottet werden‹; von Personen gesagt; ›in der Herstellung, in Vorbereitung sein‹; von unpersönlichen Bezugsgrößen gesagt), röllenstein
rölle
‹.Belegblock:
hett jeman korn uff der rellen, wett denn ain hußgnoß nit empären, so sol der müller, was ob dem stäg ist, ußschöpffen und dem hußgnossen uff schütten.
gerendelt arbeis 52 ₰.
derselb müller sol nit me von einem mütt kernen nemen, dann ein yme kernen, vnd den mütt kernen darumb röllen vnd malen.
wenn sich zuͦ zitten darzuͦ fuͦgte, das sich soͤlich roͤllenstein oder múlistein [...] verslissen oder gebrochen unnútz wurden, soͤllent sÿ alwegen ander guͦt an dero stat tuͦn.
das múlÿhus, darinn ein roͤllenn und zwo múllÿ und ein stampff sindt.
Wann [...] jemand [...] sin eigen korn mit sinen eignen ross oder wagen den berürten mülleren [...] ze malen oder zuͦ renlen zuͦfüren welte, dem [...].
ein sach gat für, ist in der rellen, | die wirt unns schaden, ist nit guot, | und nimpt mir alle fröüwd und muot.
Schweiz. Id. (mit Ausdifferenzierung).