rekholder,
der
;recken
, V.
() oder an rauken
›rauchen‹ ().›Wacholder, Juniperus communis L.‹; metonymisch auch: ›Zweig des Wacholderstrauchs‹; in den Belegen mehrfach als Bestandteil von medizinischen Rezepturen (s. auch Wbg.).
Alem.; zur Wortgeographie in den rezenten Mundarten des Deutschen s.
Dwa
.2
Zur Sache:
Marzell
ff.2, 1072
Wortbildungen:
rekholderbaum
rekholderbere
rekholderbühel
rekholderholz
rekholderöl
rekholderstaude
rekholdervogel
rekholderwurz
Belegblock:
Sessi ein mensch vor einem kelr und weri [...] wol getrenket, und ein andre weri uf der túrren heide bi einem ruhen rekolter und lesi also turstige dú ber her abe.
Ain trostel umb iii hlr., ain reckholter fogel umb vi h.
Fv́r das ruͦr, das da wiss ist, nim rechkolter wurcz / mit wasser oder mit win vnd trink das.
Ebd.
208v, 3
: Nim rekolturr / ber vnd pfeffer vnd bona vnd mach ain / puluer.
Das du denn huse vnd kamer din | Mit rouche beröuchest / das sol sin | Von dúrrem holtze als sye von eychen | Die reckolter ich dir zeichen.
man neme weiß recholderöl 1 lb. sanct Johanns samen öl 1 vierling.
Ein tentorium gemacht von einer wurczen, heisset acorus, temperiert in reckolterberli.
Sy [schwester Beli von Wintertur] genuͤgt ouch nit gemainer disciplin, won das sy och sich mit rekolten schluͦg.
[Beschreibung eines geplanten Kampfmanövers:]
so wil ich hinder disem rekholter büchel halten, und wen es mich zit bedunkt, so wil ich in die trumeten lassen stechen.